ZeltstaDD

»Diejenigen, die das [Menschen mit Steinen, Flaschen, Feuerwerkskörpern, … angreifen] tun, werden wir unerbittlich verfolgen und zur Rechenschaft ziehen.«

Schön. Nun könnte man sagen, das ist der Job des Innenministers, gut das er das den 150 extrem gewaltbereiten Rechtsextremen nochmal in Erinnerung ruft. Aber das war ja gar nicht der Innenminister. Diese Verlautbarung kam direkt aus der Staatskanzlei, von Staatskanzlei-Chef Fritz Jaeckel (CDU), der das am Samstag der Deutschen Presse-Agentur gegenüber verlautbarte. Die Kampfansage kam also direkt von den Wasserträgern des Ministerpräsidenten, vermutlich weil der schon in der Sommerpause ist und sich von Flüchtlingen nicht die . Da scheint jemand um seinen Ruf in aller Welt zu fürchten.

Schade, das es dazu tätliche Angriffe vor laufenden Kameras internationaler Medien bedurfte. Ja, so weit ist es schon. Pegida-Dresden wird 20 Jahre nach dem Pogrom von Lichtenhagen Schauplatz ausländerfeindlicher Krawalle. Die hohe Zahl arbeitsloser Rechtsextremer lässt befürchten das die nicht wochenenndlich bleiben, sondern wie in Freital (auch: Sachsen) zu einer fortlaufenden Veranstaltung wird.

Im Duden findet sich für unerbittlich folgende Bedeutungen: 1. „sich durch nichts erweichen, umstimmen lassend“, 2. in seinem Fortschreiten, Sichvollziehen, in seiner Härte, Gnadenlosigkeit durch nichts zu verhindern, aufzuhalten. Und vielleicht ist ja sogar beides gemeint. Allein mir fehlt der Glaube.

Und ausserdem: Bin ich der einzige, den das stark an eine Mischung aus dem xenophoben Säbelrasseln von Horst „PKW-Maut für Ausländer!“ Seehofer’s „Wer betrügt, fliegt!“ und Roland „Kriminelle Ausländer!“ Koch’s „brutalsmögliche Aufklärung“ klingt?

Lange war die Strategie der C*U, keiner Partei am rechten Rand Raum zu lassen, offensichtlich geht die nicht auf: Nicht nur die NPD, die zu der Krawalle eingeladen hatte, auch deren Spinoff, die so genannten „Alternative für Deutschland“ sind längst etabliert wo die Union sogar absolute Mehrheiten stellte.

Jetzt ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis die Union dazu lernt und umdenkt, oder wie in Thüringen mit den Rechtsextremen [damals gegen den westdeutschen Gewerkschafter Bodo Ramelow] in Fakelmärschen demonstriert.

Die Linken um Blockupy mussten nur Clownskostüme und Schirme mitbringen um [auch] von [der Thüringer und sächsischen] Polizei Stunden lang eingekesselt und teils brutal behandelt zu werden. Der rechtsextreme Mob hingegen wird jetzt vielerorts geduldet und ist teils kaum noch zu bändigen.

Denk ich an Deutschland in der Nacht, bin ich um meinen rechten Schlaf gebracht.

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