Pogrom mit Ansagen in Marzahn-Hellersdorf

Gestern zeigte der „gute Deutsche“ in Marzahn-Hellersdorf seine hässliche Fratze: In einer Schule wird ein Asylbewerberheim eingerichtet und vor der Tür die Bürger_innen informiert, NPD und Kameradschaften ergreifen die Mikrofone und richten ihre xenophobe Hetze gegen ein leer stehendes weil nutzloses Schulgebäude. In ein paar Wochen werden hier Menschen wohnen, die in unserem Land um Asyl bitten, und dann werden Nationalisten, Rechtsextreme und Wutbürger mitten in Berlin, nur etwa 10 Kilometer vom Kanzleramt ihre ganze Mobilisierungskraft an den Tag legen, um ausländerfeindliche Ressentiments zu schüren und bis zum 22. September in einen Flächenbrand. Das, was die Polizei da gestern in Marzahn-Hellersdorf geduldet hat, nämlich unter anderem verfassungswidrige Parolen, wird sich dann tagtäglich wiederholen. Es sei denn, Merkel nimmt ihren eigenen Populismus ernst, hält an ihrer Einschätzung, das es in Deutschland keine „national befreiten Zonen“ gibt aufrecht und vertreibt den wütenden Mob von Tag 1 an von der Schwelle der Türen die ansonsten als Tatort für ein Pogrom mit Ansage in die jüngere deutsche Geschichte eingehen würde.

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