Ozapft wars!

Rechte verübten im Herbst 1980 den bis dato schwersten Terroransschlag in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland. Wie bei den Ermittlungen gegen die mutmaßlichen Terroristen des NSU verlief die Strafverfolgung zunächst im Sande, waren Mitglieder von Staatsorganen involviert, wurden Akten vernichtet, waren falsche Verdächtigungen verlautbart worden.

Am 26. September 1980 starben 13 Menschen bei der Explosion einer Bombe am Haupteingang des Münchner Oktoberfests, 211 wurden zum Teil schwer verletzt. Der Anschlag gilt als schwerster Terrorakt der deutschen Nachkriegsgeschichte. Ob der von den Behörden als Einzeltäter bezeichnete Bombenleger Gundolf Köhler tatsächlich allein verantwortlich war, ist umstritten. Mehrfach wurde von verschiedenen Seiten vergeblich versucht, eine Wiederaufnahme der Ermittlungen zu bewirken. Im November 2011, nach dem Bekanntwerden einer Vielzahl rechtsterroristischer Verbrechen durch die Gruppe Nationalsozialistischer Untergrund, forderte der Münchener Stadtrat eine erneute Aufnahme. (Quelle: Wikipedia)

Bis heute kämpfen Opfer, deren Angehörige und Menschen die nicht hinnehmen wollen, das der Rechtsstaat auf dem rechten Auge blind ist um die Wahrheit. In einem Interview (via) mischt sich auch der Sohn des zum Einzeltäter erklärten Attentäter Elitesoldaten, eines ausgebildeten Sprengmeister.

In direkter Nachbarschaft zur Gedenkstätte sind inzwischen so genannte Panzersperren installiert (im Bild links), wie sie nach dem 11. September vielerorts aufgestellt wurde, um Fahrzeuge abzuhalten, auf das Gelände zu kommen. Das jetzt etwas nachgeholt wird, was seinerzeit keine Menschenleben gerettet hätte veranschaulicht die Hilflosigkeit staatlicher Organe im Umgang mit der Thematik: Viel hilft viel, Schaufensterpolitik und Sonntagsreden in dem Fall.

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