Höcke lernte Geschichte im Heimunterricht

Für jemand des Jahrgang 1972 wird Björn Höcke nicht gehalten. Sein jüngster Auftritt in Dresden schlug hohe Wellen. Höcke redete im Duktus und Diktion eines Diktators.

Björn Höcke war früher Gymnasiallehrer. Noch früher war Björn Höcke allerdings selbst Schüler. Und als solcher genoss Björn Höcke in den 1980er Jahren selbst Geschichtsunterricht.

Björn Höcke war früher nicht nur Gymnasiallehrer. Er war Geschichtslehrer. Geschichtsbewustsein war somit sein staatlicher Auftrag. Geschichtsklitterung hingegen war seine Rede.

Noch früher als als Geschichtslehrer und Schüler geriet Björn in der Familie in Berührung mit Geschichte. Björns Großeltern waren so genannte Vertriebene.

Vertriebene sind die erste und einzige Parallelgesellschaft. Björn Höckes Großeltern werden die Geschichtsklitterung der Vertriebenen übernommen haben. Mehr noch: Höcke erzählte davon, das sein Großvater Hitler persönlich getroffen habe.

Vertriebene waren Hitlers Siedlungspolitik wegen glühende Verehrer des Führers.

Wenn nicht Björn Höckes Eltern dann doch wurde Höcke selbst von dessen Ideologie vereinnahmt. Man kann sagen: Da Höcke zuvorderst in der eigenen Familie indoktriniert wurde, wird er den Geschichtsunterricht als Schüler entsprechend in Frage gestellt und als Geschichtslehrer auch interpretiert haben. Mag sein das er dabei nicht die reine Lehre verabreichte, aber die damals mutmaßlich von ihm verfassten Leserbriefe belegen mindestens, das er damals schon entlang der Ideologie eingestellt war.

Oder anders ausgedrückt: Höcke lernte Geschichte im Heimunterricht. Wer behauptet das so jemand nicht genau wüsste, was er sagen muss, um bei Menschen mit ähnlicher Gesinnung Gehör zu finden, dem ist ebenso wenig zu helfen.

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