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Jetzt kann die Hexenjagd los gehen: Nachdem dem NSU-Untersuchungsausschuss und damit einem NPD-Abgeordneten zur Kenntnis gebracht wurde, das der Verfassungsschutz 17 V-Leute in der sächsischen NPD führe, berichtet nun sogar der Qualitätsjournalismus über die jüngste lebensbedrohliche Panne der Schützer der sächsischen Verfassung.

Man muss sich fragen, welche Konsequenzen aus dem weitreichenden Versagen zwischenzeitlich gezogen wurden, wenn bei einem so einfachen Vorgang bereits solch gravierende Fehler unterlaufen. Letztendlich obliegt es dem Innenminister einzugreifen, so wie der Untersuchungsausschuss Wirkungen untersucht um Ursachen für das Versagen in Hinblick auf den NSU zu benennen und in Folge dessen Lösungen für die Zukunft zu erarbeiten. Da der Ausschuss seine Arbeit noch nicht abgeschlossen hat, und da der oberste Verfassungsschützer des Landes Sachsen in Folge zahlreicher Pannen bereits zurückgetreten und nur ein vorübergehender seinen Platz eingenommen hat, bleibt nur einer der Konsequenzen für das fortgesetzte Versagen tragen könnte: Markus Ulbig, sächsischer Staatsminister des Innern. Wer allerdings die sächsischen Verhältnisse mal kennengelernt hat, insbesondere im Innern, der wird keine Konsequenz fürchten oder erwarten.

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